
Black Friday ist am 27. November. Dieser Fahrplan zeigt, was Shopify-Shops bis dahin vorbereiten sollten – von Angebot und Marge bis zur Auswertung danach.
Das Wichtigste in Kürze
Der Black Friday fällt 2026 auf den 27. November, der Cyber Monday auf den 30. November. Die Entscheidungen, die über das Ergebnis dieser Tage bestimmen, fallen aber nicht im November, sondern jetzt: Angebot, Marge, Kundenliste, Tracking und getestete Anzeigen.
Für 2025 hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) für Black Friday und Cyber Monday zusammen 5,8 Mrd. € Umsatz erwartet – erstmals seit Beginn der Erhebung 2016 knapp 2 % weniger als im Vorjahr (Quelle). Die Nachfrage wächst also nicht mehr automatisch mit. Wer in dieser Woche profitabel verkaufen will, braucht einen Plan, keinen tieferen Rabatt.
Dieser Fahrplan zeigt die sechs Phasen, nach denen wir das vierte Quartal für Shopify-Shops vorbereiten – von Mitte Oktober bis Februar.
Im November konkurrieren deutlich mehr Händler um dieselben Werbeplätze. Reichweite wird teurer, und jeder Fehler kostet mehr, weil das Budget am höchsten ist. Drei Dinge lassen sich in der Black Week selbst nicht mehr nachholen:
Deshalb gilt eine feste Reihenfolge: erst Angebot und Zahlen, dann Shop und Tracking, dann Werbung. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.
Bis Ende Oktober
Ein Rabatt wirkt auf den Deckungsbeitrag stärker, als die Prozentzahl vermuten lässt. Ein Rechenbeispiel:
Der Deckungsbeitrag ist zugleich die Obergrenze dafür, was ein Neukunde über Werbung kosten darf, wenn der Erstkauf profitabel sein soll. Mit 20 % Rabatt sinkt diese Grenze im Beispiel von 30 € auf 18 €. Wie du den Deckungsbeitrag pro Bestellung berechnest, steht in unserem Artikel ROAS vs. Deckungsbeitrag.
Wenn du einen reduzierten Preis bewirbst, musst du nach § 11 Preisangabenverordnung den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angeben, und der Rabatt muss sich auf diesen Preis beziehen. Countdowns und Mengengrenzen müssen echt sein, sonst gilt die Werbung als irreführend. Lass deine Aktion im Zweifel rechtlich prüfen.
Ab Ende Oktober
Ein Kontakt, der sich im Oktober für den Aktionsstart vormerkt, ist günstiger gewonnen als ein Käufer, der im November über Werbung zu Höchstpreisen kommt. Deshalb ziehen wir einen Teil des Werbebudgets nach vorn: Statt erst am Aktionstag Reichweite einzukaufen, baust du ab Ende Oktober eine Warteliste auf und erreichst sie zum Start direkt per E-Mail.
Anfang November
Bevor das Budget steigt, müssen die Zahlen stimmen und der Shop die zusätzlichen Besucher halten.
Wie du die Lücken zwischen Werbekonto und Shopify findest, erklärt unser Artikel Meta Ads Tracking bei Shopify.
Bis Mitte November
Im Aktionszeitraum bleibt wenig Zeit zum Ausprobieren. Was du im November bewerben willst, sollte vorher feststehen und geprüft sein.
Black Week
In der Aktionswoche wird gesteuert, nicht mehr umgebaut. Kampagnenstruktur, Angebote und Seiten stehen spätestens zu Beginn der Woche fest. Während der Aktion gelten Regeln, die vorher schriftlich vereinbart sind:
Nicht alle Kontakte sollten das Angebot gleichzeitig erhalten. Wir staffeln nach Kundenwert: Zuerst erfahren die umsatzstärksten Stammkunden davon, dann alle übrigen Kunden, dann die Warteliste, erst danach startet die breite Werbung. Stammkunden bekommen einen zeitlichen Vorsprung oder eine Zugabe, keinen höheren Rabatt. Sie würden ohnehin kaufen, ein tieferer Rabatt kostet hier nur Marge. Wer gekauft hat, wird aus allen weiteren Aktions-E-Mails ausgeschlossen.
Dezember bis Februar
Ob sich die Black Week gelohnt hat, zeigt sich nicht am Aktionstag, sondern daran, wie viele Neukunden wiederkaufen.
Erst diese Auswertung zeigt, ob die Black Week profitabel war und mit welchen Zielwerten du ins neue Jahr startest.
Für das Ergebnis der Black Week ist die Vorbereitung entscheidender als die Höhe des Rabatts: ein Angebot, das den Deckungsbeitrag schützt, eine vorbereitete Warteliste, verlässliches Tracking, getestete Anzeigen und klare Regeln für den Aktionstag. Je früher diese Punkte stehen, desto mehr Spielraum bleibt im November.
Im kostenlosen Optimierungsaudit prüfen wir Angebot, Shop und Tracking deines Shops und zeigen dir, wo du vor dem 27. November ansetzen solltest.
Black Friday ist am Freitag, 27. November 2026, Cyber Monday am Montag, 30. November 2026. Viele Shops starten ihre Aktionen bereits einige Tage vorher als Black Week.
Angebot und Zahlen sollten bis Ende Oktober feststehen. Ab Ende Oktober baust du eine Warteliste auf, Anfang November werden Tracking und Shop geprüft, und bis Mitte November sollten die Anzeigen fertig und getestet sein.
Das hängt von deinem Deckungsbeitrag pro Bestellung ab. Rechne vorher aus, was nach Rabatt und Werbekosten übrig bleibt. Oft schützen ein Bundle oder eine Gratiszugabe die Marge besser als ein pauschaler Prozentrabatt.
Bei einer beworbenen Preisermäßigung musst du nach § 11 Preisangabenverordnung den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage angeben. Fristen und Mengengrenzen müssen echt sein, und für E-Mail-, SMS- und WhatsApp-Werbung brauchst du eine nachweisbare Einwilligung. Im Zweifel lass die Aktion rechtlich prüfen.
Nein. Trägt deine Marge keinen Rabatt, kannst du Stammkunden einen früheren Zugang zu neuen Produkten oder eine Zugabe anbieten oder das vierte Quartal gezielt für Kundenbindung nutzen. Entscheidend ist, dass die Aktion zu deinen Zahlen passt.
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