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Performance Marketing

ROAS vs. Deckungsbeitrag: Worauf du deine Ads wirklich optimieren solltest

Ein ROAS von 4 klingt gut – und kann trotzdem Verlust bedeuten. So berechnest du deinen Break-even-ROAS und steuerst auf Profit statt Umsatz.

Marwin Günther
September 15, 2026
5
Min. Lesezeit
September 29, 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ROAS zeigt nur Umsatz pro Werbe-Euro – nicht, ob du mit einer Bestellung Geld verdienst.
  • Dein Break-even-ROAS ist 1 geteilt durch deine Marge nach allen variablen Kosten: Bei 40 % Marge liegt er bei 2,5.
  • Steuere Budgets auf den Deckungsbeitrag pro Bestellung, nicht auf den ROAS im Werbekonto.
  • Bewirb bevorzugt Produkte mit hoher Marge und guter Wiederkaufrate.

„Unser ROAS liegt bei 4 – läuft doch.“ Diesen Satz hören wir oft. Und trotzdem bleibt am Monatsende kaum Geld übrig. Der Grund: Der ROAS sagt nichts darüber, ob du mit einer Bestellung Geld verdienst. Dafür brauchst du den Deckungsbeitrag.

Was misst der ROAS – und was nicht?

Der ROAS (Return on Ad Spend) ist Umsatz geteilt durch Werbekosten. Ein ROAS von 4 heißt: Für 1 € Werbung kommen 4 € Umsatz zurück. Was fehlt: Wareneinsatz, Versand, Zahlungsgebühren, Retouren, Verpackung. Bei einer Marge von 25 % verlierst du mit einem ROAS von 4 genau null Euro – und mit jedem Euro darunter Geld.

Wie berechnest du den Deckungsbeitrag pro Bestellung?

Rechne pro Bestellung so:

  1. Umsatz (netto)
  2. minus Wareneinsatz
  3. minus Versand und Verpackung
  4. minus Zahlungsgebühren
  5. minus anteilige Retouren
  6. = Deckungsbeitrag vor Werbung

Ziehst du davon die Werbekosten pro Bestellung ab, siehst du, was wirklich übrig bleibt. Das ist die Zahl, auf die du steuern solltest.

Wie hoch muss dein ROAS mindestens sein?

Teile 1 durch deine Marge nach allen variablen Kosten. Bei 40 % Marge ist dein Break-even-ROAS 2,5. Alles darüber ist Gewinn, alles darunter Verlust. Diese eine Zahl sollte jeder im Team kennen, der Werbebudget verantwortet.

Was sich in der Praxis ändert

  • Produkte priorisieren: Nicht jedes Produkt verdient Werbung. Bewirb die mit hoher Marge und guter Wiederkaufrate.
  • Warenkorb erhöhen: Bundles und Mengenrabatte verteilen fixe Kosten wie Versand auf mehr Umsatz.
  • Kanäle ehrlich bewerten: Ein Kanal mit niedrigerem ROAS, aber mehr Neukunden, kann langfristig der profitablere sein.
  • Wöchentlich entscheiden: Jede Maßnahme bekommt einen Zielwert. Was sich rechnet, wächst. Was nicht, wird gestoppt.
Ein volles Werbekonto ist noch kein volles Bankkonto.

Fazit

Der ROAS ist ein nützlicher Richtwert – aber keine Steuerungsgröße. Wer auf den Deckungsbeitrag pro Bestellung optimiert, trifft bessere Budgetentscheidungen und wächst profitabel statt nur laut.

Im kostenlosen Optimierungsaudit berechnen wir mit dir deinen Break-even-ROAS und zeigen dir, welche Kampagnen und Produkte sich wirklich lohnen.

Häufige Fragen

Welcher ROAS ist gut für einen Shopify-Shop?

Das hängt von deiner Marge ab. Gut ist jeder ROAS über deinem Break-even-ROAS (1 geteilt durch die Marge nach allen variablen Kosten). Bei 40 % Marge ist alles über 2,5 profitabel, bei 25 % Marge erst alles über 4.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und Deckungsbeitrag?

Der ROAS teilt Umsatz durch Werbekosten. Der Deckungsbeitrag zieht zusätzlich Wareneinsatz, Versand, Zahlungsgebühren und Retouren ab und zeigt, was pro Bestellung wirklich übrig bleibt.

Wie berechne ich meinen Break-even-ROAS?

Rechne 1 geteilt durch deine Marge nach allen variablen Kosten. Beispiel: 1 / 0,4 = 2,5. Liegt dein ROAS darunter, verlierst du mit jeder über Ads erzielten Bestellung Geld.

Sollte ich Kampagnen mit niedrigem ROAS sofort stoppen?

Nicht automatisch. Bringen sie viele Neukunden mit hoher Wiederkaufrate, können sie über den Kundenwert profitabel sein. Entscheidend ist der Deckungsbeitrag über die gesamte Kundenbeziehung.

Marwin Günther, Gründer der Flow Agency

Marwin Günther

Gründer der Flow Agency aus Hamburg. Baut und skaliert Shopify-Brands mit Shop, Tracking und Ads aus einer Hand – Zahlen statt Buzzwords.

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